Professor Horst Michel

* 25. September 1904 in Zicher; † 21. April 1989 in Weimar; Nach einer Lehre zum Musterzeichner studierte Michel von 1926 bis 1929 „Dekorative Malerei“ an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste in Berlin, an der er von 1933 bis 1943 als Dozent für Textil-Entwurf und Weben lehrte. Von 1929 bis 1933 arbeitete er im Atelier von Bruno Paul in Berlin. In den letzten Kriegsjahren wurde er als künstlerischer Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes bei der Einrichtung von Ausweichquartieren eingesetzt. Von 1946 bis 1970 lehrte Michel als Professor für industrielle Formgebung und ab 1954 auch für Innengestaltung an der späteren Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar (heute: Bauhaus-Universität Weimar). Das von ihm gegründete Institut für Innengestaltung an der Weimarer Hochschule zeichnete durch den Ministerratsbeschluss von 1954 für die gestalterische Betreuung einzelner Gebrauchsgüterindustrien verantwortlich, die in den Betrieben vor Ort von den Mitarbeitern des Instituts übernommen wurde: Wolfgang Dyroff (Möbel und Baubeschläge), Rudolf Großmann und Hellfried Lack (Polster- und Sitzmöbel), Sigrid Kölbel (Teppiche und Dekostoffe), Heinz Melzer (Kachelofen, Heiz- und Kochgeräte). In der Ausstellung „neues leben – neues wohnen“ (1962) in Berlin-Fennpfuhl demonstrierte das Weimarer Institut die Möglichkeiten modernen Wohnens in der DDR mit der kompletten Einrichtung einer Dreiraum-Wohnung (Möbel, Textilien, Farbgestaltung). 1961 wurde ihm von der Technischen Universität Dresden der Ehrendoktortitel verliehen.[1]

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